Angaben zu diesem Buch
Ein Bericht mit ‚One-World‘-Ethos über das Land,
das bitteschön Kreti und Pleti aufzunehmen und
zu versorgen hat. An manchen Stellen trifft man
sogar Lyrik an. Aufgezeigt wird aber auch die
zentrale Rolle kommerzieller Schlepperdienste.
Noch bis 1990 wurden die Landesgrenzen eng-
maschig überwacht, den Eindringlichen wurde
Einhalt geboten. So hatte z.B. ein 270-köpfiges
Personal eine 600 km lange Grenze «vom tiefs-
ten Bündner¬land durch das Rheintal bis zum
Bodensee überwacht».
Später wurde die Grenzpolizei zu blossen Statis-
ten, bzw. zur Zollwacht degradiert. Damit läutete
‚Bern‘ das Zeitalter dauerhafter Umvolkung ein.
Zwar werden hier ‚inoffizielle‘ Zuwanderer aus
dem Süden thematisiert – der Ansturm jüdischer
Flüchtlinge in den 40er-Jahren sei teils in 9‘571
Polizeirapporte dokumentiert. Es sollen an der
Grenze «nach Schätzungen» bis zu 90‘000 von
ihnen abgewiesen worden sein (vgl. S. 127).

