Acht Jahre und 1 Tag
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Einer, der es in der DDR zum Minister brachte,
schildert 1974 als überzeugter Funktionär ganz
offen und ungeniert rückblickend, wie er es als
solcher anstellte und wie es ihm dabei erging.
So beschreibt er ausführlich den Aufstand vom
17. Juni 1953 in der Hauptstadt, in Dresden und
in den Stahlwerken von Riesa ‚von oben‘ – wie
russische Panzer die Plätze räumten und wie er
sich mit den Genossen Ulbricht und Grotewohl
bei der ‚Bewältigung‘ besprach, vgl. ab S. 262.
Ich war eine Ärztin in Auschwitz
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Hier kommt eine weitere Publikation wie die
alte Fasnacht hinterher – die Autorin, eine Gy-
näkologin, habe 1946 ‚essayhafte Erinnerungs-
stücke angelegt‘. Nun wurde ihr Buch 78 Jahre
später mit dem heutigen ‚Wissensstand‘ er-
gänzt und druckreif aufgelegt.
Sie wurde jedoch als ‚gewöhnliche‘ Jüdin ins
Lager verbracht, machte dort aber dennoch
als Lagerärztin mit. Sie hatte selbstverständ-
lich – wie alle übrigen Auschwitz-Reporter –
‚täglich Kontakt zu Mengele‘, ohne deshalb
dessen ‚Assistentin‘ zu sein. vgl. S. 24.
Literarisch wertvoll vielleicht dies, vgl. S. 92:
«Die feine Asche, die den Boden rund um die
vier Krematorien bedeckte, war heiss unter
unseren Füssen, wie der Sand der Strände
unter den Füssen derer, die Ferien machen.»
Bilder, die lügen - X für U
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Als Einstieg zu diesem Band von Bildfälschun-
gen empfiehlt sich z.B. Seite 69/70, wo Kita-
Kinder in ‚KZ-Kleidern‘ (die mit den berühm-
ten Streifen) als ‚Kleinkinder im KZ‘ posieren.
Es fehlen jedoch all jene Fakebilder, mit denen
‚Gräueltaten‘ u.a. an Juden suggeriert werden –
sie hätten allein schon 20 solcher Bände gefüllt.
Menschen in Auschwitz
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Einer, der in Auschwitz ganz oben stand, berichtet seit
1972 üppig. Unklar ist, weshalb er sein Privileg damals
nicht zur Flucht nutzte, um die Welt zu informieren.
Hier einige Auszüge für den Einstieg: «Die allermeisten,
die zur Gaskammer geführt wurden, folgten ihren Mör-
dern widerstandslos» (vgl. S. 174). Ist denn von den
Übrigen irgendeine Form von Widerstand bekannt?
Polnische Insassen wehrten sich dagegen, in andere
Lager verlegt zu werden – sie wollten von ihren guten
Plätzen in der Lagerhierarchie nicht weg (vgl. S. 135).
Die ‚ganze Wahrheit‘ kommt auf S. 657 wie folgt daher:
«Wenn die Öfen gebrannt haben, dann war eine Stich-
flamme von 5 Metern Höhe, die hat man vom Bahnhof
aus gesehen. Der ganze Bahnhof war voll von Zivilisten.
Niemand hat etwas gesagt. Auch Urlauberzüge waren
dort. Oft haben die Urlauberzüge Aufenthalt in Ausch-
witz gehabt, und der ganze Bahnhof war vernebelt.»
Eine Innenschau und Zitatensammlung, die bei stand-
haften Historikern noch viele weitere Fragen aufwirft.
Rückkehr nach Wien
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Auf S. 73 fragt der Kellner höflich:
«Der Herr Doktor haben den Krieg
im Ausland verbracht?»
Auch die Autorin verliess Wien 1936
und berichtet hier von ihrem Aufent-
halt in London literarisch sehr gepflegt.

