Hauptziel Siegen
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Berichte zur Bombardierung von Siegen, wo zur Schan-
de der Bombardierten das Bomberpersonal gleich sel-
ber zu Worte kommt, als wäre dies deren eigenes Land.
Ein seltenes Exemplar von Selbstbeschmutzung. R.v.W.
behauptet darin sogar, ‚alle‘ hätten «davon gewusst» –
nur er selber nicht – obwohl er so nahe «dran» war?
Sogar das ‚Vorwort‘ der Schrift blieb einem vorbehalten,
der die Region selber in Schutt und Asche bombardierte.
Mit seiner 8-seitigen ‚Ansprache‘ vom Mai 1985 war
R.v.W. der heutigen Regierung schon weit voraus und
verlangte pure Unterjochung unter die übrige Welt.
Sein Geschwafel zog das Volk noch weiter in den Dreck.
Münchner Nachkriegsjahre
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Vom Einmarsch der US-Besatzer am 30. April 1945
über die ‚Entnazifizierung‘ via Fragebogen bis zur
re-education, verbunden mit dem Mangel an Wohn-
raum, Nahrungsmittel, Heizmaterial und Kleidung.
Das Heft basiert auf einem ‚Geschichtswettbewerb‘
von 1995/96, an welchem sich Bombenopfer teils
sogar aus England und den USA meldeten, um ihre
Erfahrungen mit der Besatzungsmacht zu dokumen-
tieren. Es nahmen daran mehrheitlich Frauen teil.
Hitler-Jugend
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Die Organisationen der HJ und des BDM und
wie sie indoktriniert und eingesetzt wurden,
unter Akzentuierung besonderer Blickwinkel.
So wird etwa auf S. 94 betont: «(…) dass bei pu-
bertierenden männlichen wie weiblichen HJ-Mit-
gliedern ständig libidinöse Energien freigesetzt
wurden (…) Die von den Jugendlichen dreist
praktizierte Promiskuität war für die National-
sozialisten ein Schlag ins Gesicht, kam aber der
Lüsternheit von Männern wie Bormann und
Streicher entgegen und amüsierte im Stillen
ausgesprochene Schürzenjäger wie Goebbels.»
Die unheilige Allianz der IG Farben
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Thema: «Das schmutzige Vermögen – Das
3. Reich – Die IG Farben und die Schweiz».
Hier etwas ausführlicher und «nahe dran»
erzählt. Die Interhandel, ein Ableger der IG,
ging bekanntlich in der späteren SBG auf.
SBG-Chef Schäfer gelang 1960 ein dubioser
Deal mit US-Justizminister Robert Kennedy,
indem das ‚beträchtliche Vermögen‘ der
Interhandel mit den USA aufgeteilt wurde.
Die SBG sackte dabei rund Fr. 400 Mio. ein.
Das war damals noch sehr viel Geld.
Pilet-Golaz - Staatsmann im Sturm
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Wie sich der Bundesrat zur Verteidigung der Schweiz
anstellte und mit der Réduit-Strategie praktisch Drei-
viertel des Landes zur Verfügung stellte, vgl. S. 202.
Es waren mehr RepräsenTanten – keine Genies. Sie
erschufen eine CH-Version des Drôle de Guerre.
Pilet-Golaz gehörte zu jenen, die mit vielen Anord-
nungen im 3. Reich sympathisierten – und danach
als ‚Gegner‘ bejubelt wurden. Das Militär wurde an
einen Adeligen aus dem Waadtland geoutsourct.
Interessanter sind Figuren, die sich mit ihren Ideen
und Einschätzungen an die höchsten Stellen wandten.
Insgesamt ein grossartiger Guide durch das Berner
Labyrinth jener Jahre – als Lehrmittel empfehlenswert.

