Krieg und Psychiatrie 1914-1950
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Wie die Psychiatrie mit Soldaten umging, die
ob dem Krieg die Balance verloren. Die Psych-
iatrie nahm aber auch ohne den Krieg ihren
Lauf und stand unter starkem Einfluss der USA.
Das Buch, das die Psychiatrie als Tötungsma-
schinerie zeigt, liest sich wie ein Reprint von
Ernst Klee, der die Tötung ‚unwerten Lebens‘
ausführlich dokumentierte.
Ab S. 206 ist es eher ein Prospekt für vorrätige
Bücher, worin Psychiatrie ebenfalls vorkommt.
Das Lager in Sobibór
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Es ist nicht sicher, ob hier ein Bericht zu ‚Sobibór‘
oder doch eher zu ‚Auschwitz‘ vorliegt. Auch hier
herrschen ‚Gaskammern‘ vor, sogar ‚die Rampe‘
wurde 79 Mal hinein assoziiert.
Dann das Gezänk zwischen den ‚Historikern‘ zu
den Zahlen – demnach wurden in Sobibór zwi-
schen 200‘000 bis 350‘000 Opfer gezählt.
Vorwürfe gegen Regierungen gibt es auch. So et-
wa auf S. 126: «Die niederländische Regierung war
also in allen Einzelheiten darüber informiert, was
mit den Juden passierte. (…) Die Regierung hat es
versäumt, die niederländische Bevölkerung über
Radio Oranje wissen zu lassen, dass die abtrans-
portierten Juden (in Sobibór) vergast wurden.»
Berlin 1936
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Eine Collage zur Olympiade in Berlin, erstellt
80 Jahre danach, mit vielen Beiläufigkeiten.
Eine davon ist die ‚Kuss-Attacke‘ von Carla
de Vries, einer begeisterten Amerikanerin
auf Hitler, vgl. ab S. 230.
Als Wahrheit verordnet wurde
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Auch wenn Grossvater Eppler eingebläute Facts
von sich gibt, so wünscht man ihm sicher nicht,
bei seiner Enkelin könnte es sich um Luisa
Neubauer handeln. Eine solche Projektions-
fläche hätte er für die Nacherzählung seiner
Rolle als Jungenschaftsführer nicht gewählt.
Man ist aber froh, dass Wahrheit aktuell nicht
mehr verordnet, sondern nur befohlen wird.
Unter Deutschen
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Tolle Fundsache ab S. 12 für jene, die die 20‘000 m2
grosse, auf 140 Mio. wertigem Boden stehenden,
27,6 Mio. teuren Stelen südlich des Brandenburger
Tors als ‚Denkmal der Schande‘ einordnen und sich
fragen, wozu sowas – ausser zwecks Selbstbeschmut-
zung und verlogener ‚Kollektivschuld‘ – gut sein soll.
Eröffnet wurde die ‚Tourist‘-Attraktion im Mai 2005.
Die weiteren Essays berichten zu sonstigen Berliner
Extras aus den 80er und 90er Jahren und lassen er-
ahnen, wie Deutschland von aussen gesehen wird.

