Mehl aus Mielkes Mühlen
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Bericht darüber, was im vorgeblichen ‚Paradies‘,
der DDR 1.0, alles zu welchen Zuchthausstrafen,
Demütigungen und sonstigen ‚Korrekturen‘ im
Alltagsleben führte. ‚Flucht‘ war auch dabei,
was sich in der DDR 2.0 zu wiederholen scheint.
Um die vielen Knastjahre samt Hirnwäsche besser
zu ertragen, kam dem Briefwechsel mit draussen
trotz Zensur besondere Bedeutung zu.
Flucht aus Sobibór
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Eine Produktion unter vielen, die sich mit fiktiven
Dialogen in möglichst brutal ausgedachte Neben-
schauplätze zum 2. Weltkrieg infiltriert, denn für
das Inkasso äusserster und immerwährender
«Ausgleichs»-Gelder ist noch jedes Mittel recht.
Zwar werden ab und an passende Eckdaten aus
offiziösen Berichten eingespielt und – noch 70
Jahre danach – tote, wehrlose Betroffene zitiert,
um sich darin ausgiebig sadistisch zu suhlen.
Nur gut, dass Dreistigkeiten dieser Art beim
wachen Publikum chancenlos sind (vgl. S. 335).
Aus dem Text ergibt sich kaum verkennbar, dass
Juden leichthin auch bestialische Taten in den
KZs gleich selber vornahmen (vgl. u.a. ‚jüdische
Zahnärzte‘ und ‚Goldzähne herausbrechen‘).
Der junge Goebbels
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Thema ist primär die ‚politische Religion des
Nationalsozialismus‘, welche grosso modo
den Einzelnen der ‚Gemeinschaft‘ unterstellt.
Gefolgt wird dabei speziell dem ‚Erlösungs‘-
Denken des jungen Goebbels, mit welchem
er das Land ins ‚Paradies‘ führen wollte –
er hatte aber nicht ‚das Klima‘ im Sinn.
Der Autor entschuldigt sich schon fast für
seine Schrift, mit welcher er zur bislang
nur ätzend dargestellten Figur Goebbels
einen aufschlussreichen Zugang eröffnet.
Auferstanden aus Ruinen
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Spätestens nach der russischen Winteroffensive vom
Januar ‚45 zogen Mennoniten westwärts und suchten
ihr Glück u.a. in Deutschland, Kanada oder Paraguay.
Ein anderer Teil, der trotz allem verblieb, wurde von
den Russen nach Sibirien oder Kasachstan verschleppt.
Die Autoren verweisen u.a. auf das kriegsverbrannte
England und das verwüstete Holland. Das Buch spricht
primär bibelfeste Leser an und möchte sie segnen. Die
englische Ausgabe lauert bereits in 4. Auflage im Gestell.
Von der Fröhlichkeit im Schrecken
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Schon ab der ersten Seite kommt viel Fröh-
lichkeit auf und es macht Spass, an den vie-
len Glücksmomenten teilzuhaben. Dichtung
und Tatsachen werden abgemischt wie in
einem Roman.
Die ‚Schweiz‘ kommt darin 17x vor – ihr hält
der Autor schlimmste Judenabweisungen an den
Grenzen vor, die so nicht mal von der ‚Bergier-
Kommission‘ erfasst worden sind (vgl. u.a. S.32+
357), und das will was heissen. Ansonsten ist es
ein süffig geschriebener, interessanter Lesestoff.

