Auschwitz Nr. 34207
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Und wieder einer von Millionen ‚Überlebenden von
Auschwitz‘, der danach in den USA entweder plötzlich
Akademiker – oder (wie hier) leichtfüssig Grossunter-
nehmer wird und im Business eine eigene ‚Marke‘ setzt.
Es gibt Bücher in Amisprache, da ist jedes Wort gelogen –
Doch welch ein Glück: hier ist es nur jedes zweite…
…denn ennet dem Teich achtet Historik weniger auf
Tatsachen und schraubt beliebig fabulierend an ihnen
herum – so kommt es dann raus, wenn jemand sowas
auf Deutsch, hier in die Sprache der ‚Täter‘ übersetzt –
da wirkt es als Attacke auf den Verstand. Eine Lektüre
zwischen Sodom-und-Gomorra und der sei-lieb-und-
brav-und-glaub-stets-an-den-Herrgott-Märchenwelt.
Die Deutschen Opfer einer irrigen Geschichtsbetrachtung
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Hier schlägt einer mit dem Panslawismus ein
neues Kapitel auf und schreibt dazu im Vorwort:
«Unsere geschichtliche Schau gleicht dem Ge-
sichtsfeld, wie es etwa ein Pferd zwischen sei-
nen Scheuklappen oder ein U-Boot-Komman-
£dant beim Blick durch sein Periskop vor sich hat.»
Insel ohne Leuchtfeuer - Peenemünde
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Die handelnden Personen sind erfunden und wur-
den in Sachen Peenemünde kunstvoll eingebaut.
Sie hätten ja existieren können, heisst es hier.
Fiktionen ergänzen fehlendes Quellenmaterial
und finden in Roman-Form ins gewünschte Lot.
Reden die Enkel
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Schon auf dem Klappentext wird genervt,
dass es ‚keinen Schlussstrich unter die NS-
Zeit geben‘ dürfe, ohne zu fragen, cui bono?
Der eine Enkel (Teil 2) findet heraus, sein
Opa sei beim Warschauer Ghetto stationiert
gewesen und nennt die (10-fach überhöhte)
Zahl von 500‘000 Juden, die dort ‚liquidiert‘
worden seien – und schreibt seinem Vorfahr
ohne Anlass frivol einen Teil daran zu. Und
wenn dieser nur Kasernendienst stiess?
Lohnschreiber mit Schwerpunkt ‚Kollektiv-
schuld‘ und boshaften Unterstellungen kö-
dern auch (Ur-Ur-Ur-)Enkel kaum mehr –
gelogen und verbogen wurde schon zu viel.
Ein Europäer aus Lodz
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«Es war die Zeit, da deutsche und polnische
Minister gemeinsam zur Jagd in den Urwald
von Białowieża fuhren, Göring und Aussen-
minister Józef Beck zum Beispiel. Die polnischen
Zeitungen berichteten ausführlich darüber.»
Der Autor, der später etwa 100 polnische Wer-
ke ins Deutsche übersetzte, leistete zuerst pol-
nischen, dann deutschen Arbeitsdienst. 1942
kam er als Soldat nach Stalingrad und geriet
dort in sowjetische Kriegsgefangenschaft.
Während der Gefangenschaft begann er, rus-
sische Dichter ins Deutsche zu übertragen.
Nach seiner Entlassung 1949 liess er sich in
Erfurt und Weimar nieder und war unter an-
derem als Oberassistent am deutschen Thea-
terinstitut tätig. 1952 verliess er die DDR aus
politischen Gründen und ging in die BRD.

